Wir schreiben das Jahr 2013 und noch immer sind analoge Synthesizer seit nunmehr fast 50 Jahren beliebt wie nie zuvor. Schon ein wenig verrückt, wenn man bedenkt das die heutige Technik im digitalen Zeitalter wesentlich mehr kann und eigentlich auch besser klingen sollte. Nun denn, offenbar mag das Gehör eher die nicht so perfekten Signale lieber hören. Wie dem auch sei, analoge Synthesizer sind sehr begehrt und das weiß auch Dave Smith, der Entwickler des Sequential Circuits Prophet 5 im Jahre 1978. Er hat daher den Prophet 12 kreiert, welcher als mehrstimmiger Synthesizer beide Welten der Klangerzeugung in sich vereint. So etwas nennt man dann Hybrid-Synthesizer. Der Dave Smith Instruments Prophet 12 ist ein 12 stimmiger Synthesizer mit digitalen Oszillatoren und analogen Filtern.
Ich habe nun einen der ersten Dave Smith Instruments Prophet 12 mit der Seriennummer 068 zum Test erhalten. Schon beim Auspacken fällt einem das sehr gelungene Design ins Auge. Viele Regler, ein Display und schöne Holzseitenteile aus Bubinga-Holz. Macht schon was her und erinnert an die vergangenen Tage, als die meisten Synthesizer noch wertige Holzgehäuse hatten.
Beim Anschluss in meinem Studio fällt noch mehr positives auf, denn der Prophet 12 verfügt über ein eingebautes Schaltnetzteil, welches mittels mitgeliefertem Kaltgeräte-Kabel den Weg in die Steckerleiste findet. Das steigert sofort die Wertigkeit dieses Synthesizers.
Die rückseitigen Anschlüsse bestehen aus Stereo-Out, einem zusätzliche Ausgangspaar, Anschlüsse für Pedale, dem Midi-Trio, Kopfhörer und einem USB-Anschluss. Alle Anschlüsse sind im Standard-Klinkenformat 6,3 mm ausgelegt. Auch dies unterstreicht den professionellen Charakter des Dave Smith Instruments Prophet 12.
Der Einschaltvorgang wird mit Blinken der in rot beleuchteten Taster eingeleitet und innerhalb weniger Momente ist das Betriebssystem geladen. Das mittig angeordnete Grafik-Display zeigt nun das erste Preset an. Als erstes habe ich mir nun einige der Werksprogramme angehört und musste dabei feststellen, dass der Klangcharakter sehr an den Prophet 08 erinnert. Jedoch klingt der Prophet 12 nicht ganz so harsch, es fehlt ein wenig an Obertönen und daher erinnert der Sound auch ein wenig an den SCI Prophet 5.
Insgesamt betrachtet klingt der DSI Prophet 12 überraschend warm und typisch analog…trotz der zu Unrecht ungeliebten digitalen Oszillatoren. Wie kann das sein? Dazu gehen wir eine wenig auf das Klangerzeugungs-Konzept des Synthesizers ein:
Nach der digitalen Klangerzeugung geht das Signal zunächst durch die analoge Schaltung des VCF (Voltage Controlled Filter) und landet dann im analogen VCA. Das analoge Filter wird mittels IC´s von Doug Curtis erzeugt und erhält durch diese spezielle und viel gerühmte Schaltung diesen typischen warmen Charakter. So einfach ist das…könnte man meinen. Dazu muss man wissen, dass diese Curtis IC´s in vielen Synthesizern der 80er Jahre verbaut wurden und diese daher den typischen liebgewonnen Sound erzielen. Nur leider hat Doug Curtis weltweit Patente und die Produktion dieser Chips wurde im Zuge des Digital-Wahns zum Ende der 80er eingestellt. Nur Dave Smith ist es noch kurz vor dem Tod von Mr. Curtis im Jahre 2007 gelungen eine neue Filterschaltung mit ihm zu entwickeln und eine ausreichende Stückzahl fertigen zu lassen. Somit ist Dave Smith der einzige Hersteller weltweit, der genau diesen Klangcharakter in seine Synthesizer pflanzen kann. Dies tut er ja bereits seit 2008 und löste damit ganz schön viel Wirbel unter den Synthesizer-Fans aus.
Test: Dave Smith Instruments Prophet 12, Hybrid Synthesizer
Wir schreiben das Jahr 2013 und noch immer sind analoge Synthesizer seit nunmehr fast 50 Jahren beliebt wie nie zuvor. Schon ein wenig verrückt, wenn man bedenkt das die heutige Technik im digitalen Zeitalter wesentlich mehr kann und eigentlich auch besser klingen sollte. Nun denn, offenbar mag das Gehör eher die nicht so perfekten Signale lieber hören. Wie dem auch sei, analoge Synthesizer sind sehr begehrt und das weiß auch Dave Smith, der Entwickler des Sequential Circuits Prophet 5 im Jahre 1978. Er hat daher den Prophet 12 kreiert, welcher als mehrstimmiger Synthesizer beide Welten der Klangerzeugung in sich vereint. So etwas nennt man dann Hybrid-Synthesizer. Der Dave Smith Instruments Prophet 12 ist ein 12 stimmiger Synthesizer mit digitalen Oszillatoren und analogen Filtern.
Ich habe nun einen der ersten Dave Smith Instruments Prophet 12 mit der Seriennummer 068 zum Test erhalten. Schon beim Auspacken fällt einem das sehr gelungene Design ins Auge. Viele Regler, ein Display und schöne Holzseitenteile aus Bubinga-Holz. Macht schon was her und erinnert an die vergangenen Tage, als die meisten Synthesizer noch wertige Holzgehäuse hatten.
Beim Anschluss in meinem Studio fällt noch mehr positives auf, denn der Prophet 12 verfügt über ein eingebautes Schaltnetzteil, welches mittels mitgeliefertem Kaltgeräte-Kabel den Weg in die Steckerleiste findet. Das steigert sofort die Wertigkeit dieses Synthesizers.
Die rückseitigen Anschlüsse bestehen aus Stereo-Out, einem zusätzliche Ausgangspaar, Anschlüsse für Pedale, dem Midi-Trio, Kopfhörer und einem USB-Anschluss. Alle Anschlüsse sind im Standard-Klinkenformat 6,3 mm ausgelegt. Auch dies unterstreicht den professionellen Charakter des Dave Smith Instruments Prophet 12.
Der Einschaltvorgang wird mit Blinken der in rot beleuchteten Taster eingeleitet und innerhalb weniger Momente ist das Betriebssystem geladen. Das mittig angeordnete Grafik-Display zeigt nun das erste Preset an. Als erstes habe ich mir nun einige der Werksprogramme angehört und musste dabei feststellen, dass der Klangcharakter sehr an den Prophet 08 erinnert. Jedoch klingt der Prophet 12 nicht ganz so harsch, es fehlt ein wenig an Obertönen und daher erinnert der Sound auch ein wenig an den SCI Prophet 5.
Insgesamt betrachtet klingt der DSI Prophet 12 überraschend warm und typisch analog…trotz der zu Unrecht ungeliebten digitalen Oszillatoren. Wie kann das sein? Dazu gehen wir eine wenig auf das Klangerzeugungs-Konzept des Synthesizers ein:
Nach der digitalen Klangerzeugung geht das Signal zunächst durch die analoge Schaltung des VCF (Voltage Controlled Filter) und landet dann im analogen VCA. Das analoge Filter wird mittels IC´s von Doug Curtis erzeugt und erhält durch diese spezielle und viel gerühmte Schaltung diesen typischen warmen Charakter. So einfach ist das…könnte man meinen. Dazu muss man wissen, dass diese Curtis IC´s in vielen Synthesizern der 80er Jahre verbaut wurden und diese daher den typischen liebgewonnen Sound erzielen. Nur leider hat Doug Curtis weltweit Patente und die Produktion dieser Chips wurde im Zuge des Digital-Wahns zum Ende der 80er eingestellt. Nur Dave Smith ist es noch kurz vor dem Tod von Mr. Curtis im Jahre 2007 gelungen eine neue Filterschaltung mit ihm zu entwickeln und eine ausreichende Stückzahl fertigen zu lassen. Somit ist Dave Smith der einzige Hersteller weltweit, der genau diesen Klangcharakter in seine Synthesizer pflanzen kann. Dies tut er ja bereits seit 2008 und löste damit ganz schön viel Wirbel unter den Synthesizer-Fans aus.