Auch die typische Eigenschaft der Curtis-IC´s hat das Filter erhalten, nämlich das Ausdünnen bei aufgedrehter Resonanz. Viele mögen das nicht, aber das ist erneut eine Frage des Geschmacks. Ich persönlich habe auch lieber etwas mehr Fleisch im Signal bei höherer Resonanz. Aber diese Eigenschaft ist auch generell dieser Art Filterschaltung mitgegeben und es liegt daher nicht nur allein am verwendeten IC.
Nur das 4-Pol-LowPass Filter ist zur Selbstoszillation bereit, die beiden anderen lassen sich davon nichts anmerken. Ob das nun gut oder schlecht ist…Geschmacksache. Die Selbstoszillation habe ich bei 2-Pol und HighPass-Filter jedenfalls nicht vermisst, da ich das Gepfeife ehrlicherweise nicht sonderlich mag. Jedenfalls ist das Filter insgesamt betrachtet sehr gelungen und sorgt für die gewisse Würze im Sound.
Weiter geht´s in Richtung Voltage Controlled Amplifier (VCA), natürlich, wie die Bezeichnung verrät, analog erzeugt. Hier stehen dem User nun die üblichen Verdächtigen zur Verfügung, wie Attack, Decay, Sustain und Release. Also alles ganz normal und nichts weltbewegendes. Die Hüllkurven sprechen sehr gut an und sie sind auch fix genug für knackiges Bassmaterial oder perkussive Klänge. In dieser Sektion gibt es noch einen einstellbaren Parameter, nämlich den Regler PAN-SPREAD für die Verteilung des Stimmen im Stereopanorama. Ist der Regler hier auf Null eingestellt, werden die 12 Stimmen gleichmäßig im Panorama verteilt. Bei Erhöhung der Werte werden diese individuell, eher nach dem Zufallsprinzip im Panorama verteilt und man erhält ein sehr breites Klangspektrum. Besonders bei Flächen ein sehr willkommenes Feature, denn die können ja oft nicht breit genug sein.
Zur weiteren Ausstatung gehören noch das grafikfähige Display, welches in ausreichender Größe die Mitte des Bedienpanels ziert. Hier können sämtliche Einstellungen gut abgelesen werden. Jede Reglerbewegung sorgt für eine Aktualisierung der Anzeige in die jeweilige Sektion, d.h. wenn z.B. am Attack gedreht wird wechselt das Display in die Anzeige der gesamten Hüllkurve mit Grafik und den zusätzlichen Parametern. Das fand ich richtig gut. Im Grunde ist der Dave Smith Prophet 12 sehr einfach dank seines logischen Aufbaus zu programmieren und das Display unterstützt diese Architektur.
Zu den nicht nur direkt anwählbaren Modulationsmöglichkeiten gehört ein gut ausgestatteter LFO, der hier gleich in vierfacher Ausführung für jede Stimme vorhanden ist. Insgesamt lassen sich diese von 26 Quellen auf 97 Modulationsziele routen. Ganz schön üppig und keinesfalls eine Selbstverständlichkeit bei manchen Synthesizern. Als Wellenformen für die Schwingung stehen wahlweise Dreieck, Sägezahn, Rechteck und Puls mit 3 verschiedenen Intensitäten zur Verfügung.
Für wirklich aussergwöhnliche Klänge das Feature schlechthin. Ich konnte bei der Vielzahl an Möglichkeiten ehrlicherweise nicht alles ausreizen.
Die Effekte…nicht nur einfach ein Delay
Der Prophet 12 hat ein Stereo-Delay für jede Stimme mit an Bord, welches im Stereopanorama jeder einzelnen Stimme verändert werden kann. Ferner kann es mit den unzähligen Modulationszielen verknüpft werden. Es ist natürlich auch mit Midi synchronisierbar. Mit dem Delay kann man dem Prophet 12 ganz hübsche Kreationen verpassen und es klingt auch insgesamt sehr gut. Mittels entsprechender Einstellung kann der Anwender auch Flanger und sogar Reverbs reproduzieren.
Insbesondere die Modulationmöglichkeiten über die Matrix machen das Delay sehr flexibel einstellbar und man kann dem Prophet 12 damit ausgefallene Sounds entlocken. Das Delay erreicht man über das Frontpanel direkt nebem dem VCA. Daneben befindet sich der Regler Feedback-Amount, welcher den Anteil der Effekte regelt.
Die anderen an Bord befindlichen Effekte habe ich bereits ein paar Zeilen vorher erwähnt. Ein Hall oder Multieffekte hat Dave Smith dem Propheten nicht spendiert, was ich persönlich auch für gut halte. Die meisten internen Effekte der Synthesizer klingen nun mal nicht wie ein gutes Plugin oder gute Hardware. Insbesondere sind meistens die Reverbs davon betroffen. Mit einem Delay kann man nicht so viel falsch machen.
Zu allen Effekten gesellen sich auch 2 analoge Distortion in Stereo, welcher das Signal schön verzerrt ohne aufdringlich oder unangenehm zu werden. Dieser kann jedem Layer einzeln oder einem gestackten Sound zugewiesen werden.
Test: Dave Smith Instruments Prophet 12, Hybrid Synthesizer
Auch die typische Eigenschaft der Curtis-IC´s hat das Filter erhalten, nämlich das Ausdünnen bei aufgedrehter Resonanz. Viele mögen das nicht, aber das ist erneut eine Frage des Geschmacks. Ich persönlich habe auch lieber etwas mehr Fleisch im Signal bei höherer Resonanz. Aber diese Eigenschaft ist auch generell dieser Art Filterschaltung mitgegeben und es liegt daher nicht nur allein am verwendeten IC.
Nur das 4-Pol-LowPass Filter ist zur Selbstoszillation bereit, die beiden anderen lassen sich davon nichts anmerken. Ob das nun gut oder schlecht ist…Geschmacksache. Die Selbstoszillation habe ich bei 2-Pol und HighPass-Filter jedenfalls nicht vermisst, da ich das Gepfeife ehrlicherweise nicht sonderlich mag. Jedenfalls ist das Filter insgesamt betrachtet sehr gelungen und sorgt für die gewisse Würze im Sound.
Weiter geht´s in Richtung Voltage Controlled Amplifier (VCA), natürlich, wie die Bezeichnung verrät, analog erzeugt. Hier stehen dem User nun die üblichen Verdächtigen zur Verfügung, wie Attack, Decay, Sustain und Release. Also alles ganz normal und nichts weltbewegendes. Die Hüllkurven sprechen sehr gut an und sie sind auch fix genug für knackiges Bassmaterial oder perkussive Klänge. In dieser Sektion gibt es noch einen einstellbaren Parameter, nämlich den Regler PAN-SPREAD für die Verteilung des Stimmen im Stereopanorama. Ist der Regler hier auf Null eingestellt, werden die 12 Stimmen gleichmäßig im Panorama verteilt. Bei Erhöhung der Werte werden diese individuell, eher nach dem Zufallsprinzip im Panorama verteilt und man erhält ein sehr breites Klangspektrum. Besonders bei Flächen ein sehr willkommenes Feature, denn die können ja oft nicht breit genug sein.
Zur weiteren Ausstatung gehören noch das grafikfähige Display, welches in ausreichender Größe die Mitte des Bedienpanels ziert. Hier können sämtliche Einstellungen gut abgelesen werden. Jede Reglerbewegung sorgt für eine Aktualisierung der Anzeige in die jeweilige Sektion, d.h. wenn z.B. am Attack gedreht wird wechselt das Display in die Anzeige der gesamten Hüllkurve mit Grafik und den zusätzlichen Parametern. Das fand ich richtig gut. Im Grunde ist der Dave Smith Prophet 12 sehr einfach dank seines logischen Aufbaus zu programmieren und das Display unterstützt diese Architektur.
Zu den nicht nur direkt anwählbaren Modulationsmöglichkeiten gehört ein gut ausgestatteter LFO, der hier gleich in vierfacher Ausführung für jede Stimme vorhanden ist. Insgesamt lassen sich diese von 26 Quellen auf 97 Modulationsziele routen. Ganz schön üppig und keinesfalls eine Selbstverständlichkeit bei manchen Synthesizern. Als Wellenformen für die Schwingung stehen wahlweise Dreieck, Sägezahn, Rechteck und Puls mit 3 verschiedenen Intensitäten zur Verfügung.
Für wirklich aussergwöhnliche Klänge das Feature schlechthin. Ich konnte bei der Vielzahl an Möglichkeiten ehrlicherweise nicht alles ausreizen.
Die Effekte…nicht nur einfach ein Delay
Der Prophet 12 hat ein Stereo-Delay für jede Stimme mit an Bord, welches im Stereopanorama jeder einzelnen Stimme verändert werden kann. Ferner kann es mit den unzähligen Modulationszielen verknüpft werden. Es ist natürlich auch mit Midi synchronisierbar. Mit dem Delay kann man dem Prophet 12 ganz hübsche Kreationen verpassen und es klingt auch insgesamt sehr gut. Mittels entsprechender Einstellung kann der Anwender auch Flanger und sogar Reverbs reproduzieren.
Insbesondere die Modulationmöglichkeiten über die Matrix machen das Delay sehr flexibel einstellbar und man kann dem Prophet 12 damit ausgefallene Sounds entlocken. Das Delay erreicht man über das Frontpanel direkt nebem dem VCA. Daneben befindet sich der Regler Feedback-Amount, welcher den Anteil der Effekte regelt.
Die anderen an Bord befindlichen Effekte habe ich bereits ein paar Zeilen vorher erwähnt. Ein Hall oder Multieffekte hat Dave Smith dem Propheten nicht spendiert, was ich persönlich auch für gut halte. Die meisten internen Effekte der Synthesizer klingen nun mal nicht wie ein gutes Plugin oder gute Hardware. Insbesondere sind meistens die Reverbs davon betroffen. Mit einem Delay kann man nicht so viel falsch machen.
Zu allen Effekten gesellen sich auch 2 analoge Distortion in Stereo, welcher das Signal schön verzerrt ohne aufdringlich oder unangenehm zu werden. Dieser kann jedem Layer einzeln oder einem gestackten Sound zugewiesen werden.