Alles in Allem betrachtet erscheint der Dave Smith Instruments Prophet 12 als ziemlich gut ausgestatteter Synthesizer und ist, bis auf die genannten Mankos, zeitgemäß. Sämtliche Parameter lassen sich via Midi oder USB aufzeichnen oder ausgeben. Auch die Verarbeitung ist gut und auch die anschlagdynamische Tastatur mit Aftertouch lässt sich gut spielen.
Der Klang des neuen Propheten ist sehr edel und druckvoll. Damit dürfte Dave Smith erneut den Zeitgeist getroffen haben. Besonderes Lob gibt es für die leicht durchschaubare und logisch aufgebaute Struktur zur Erstellung eigener Klänge. Hier hat man ordentlich Drehregler und sonstige direkte Eingriffsmöglichkeiten. Ganz froh bin auch über die echten Potentiometer, denn das Encoder-Problem bei DSI-Synthesizern ist ja hinlänglich bekannt. Die einzig verbauten Encoder befinden sich oberhalb des Displays für die Auswahl der dort einzustellenden Parameter. Ob der Synthesizer bei einem derzeitigen Preis von knapp 2700,- Euro ein Verkaufsschlager wird zeigt die Zukunft.
Der Dave Smith Instruments Prophet 12 ist durchaus eine Bereicherung im Synthesizermarkt, aber die Speerspitze stellt er nicht dar. Mag sein, dass die Aussage von Dave Smith, dies sei der bislang beste Synthesizer, den er entwickelt habe, zutreffend ist. Aber andere Mütter (hier Väter) haben auch schöne Töchter. Der hauseigene Poly-Evolver wäre für mich auch ein interessanter Kanditat, wenngleich er nur 4 stimmig ist und auch sonst auf einige Features des Dave Smith Instruments Prophet 12 verzichten muss. Für den Preis gibt´s aber auch einen gebrauchten Alesis Andromeda, der klanglich dem Dave Smith Instruments Prophet 12 überlegen ist, denn im Zuge meines Tests konnte ich das an meinen Andromeda nachvollziehen. Ein derzeit aktueller Mitberwerber ist der Radikal Technologies Spectralis 2, der ebenso über 2 analoge Filter verfügt, preislich attraktiver ist und noch einiges mehr zu bieten hat. Auch der Accelerator aus gleichem Hause ist ein Hybrid-Synthesizer und stellt ebenso Konkurrenz für den amerikanischen Dave Smith Instruments Prophet 12 dar.
Ergo bleibt eigentlich alles beim alten… es gibt immer noch keinen wirklichen Analog-Saurier, der diese geliebte Fülle und Wärme im Klang hat und zudem auch noch gut ausgestattet ist und das alte Equipment ersetzen kann. Das werden wir alten Hasen der Analog-Ära wohl nie wieder erleben. Was habe ich mir damals mit gerade mal 13 Jahren die Nase an der Schaufensterscheibe plattgedrückt, als der Roland Jupiter 8 im Laden stand. 4 Jahre später konnte ich mir dann endlich zumindest einen Roland Juno 60 kaufen, für dessen Kaufpreis ich hart arbeiten musste. Aufgrund des hohen Alters vieler meiner Synthesizer kommen manchmal Bedenken hinsichtlich einer eventuell anfallenden Reparatur und den damit verbundenen Kosten. So habe ich schon überlegt, ob ein Prophet 12 den ein oder anderen Synth ersetzen kann. Das schaffte er allerdings nicht und ich habe nach langer Überlegung den Prophet 12 zurückgeschickt. Und geweint habe ich deshalb nicht.
Die Technik entwickelt sich weiter, Bauteile werden kleiner (SMD) und auch die Toleranz derer Werte ist wesentlich geringer als noch vor 30 Jahren. Das Bestreben der Industrie ist ja uns Verbraucher mit immer perfekterem Sound zu überraschen. Geglättete Frequenzgänge, völlige Rauschfreiheit und so weiter. Ob das unserem Hörempfinden zuträglich ist, wage ich immer noch bezweifeln. Denn warum sonst versucht man auf digitaler Ebene analoge Schaltkreise zu simulieren, wie beispielsweise komplette Channel-Strips von teuren Analog-Konsolen, Bandsättigung durch virtuelle Bandmaschinen oder die Simulation diverser Outboard-Geräte aus den 50er und 60er Jahren. Schon irgendwie komisch, dieses digitale Zeitalter.
PRO
hervorragende Soundqualität
gutes Konzept analog und digital
sehr gute interne Effekte
sehr gut klingendes Filter
schnelle LFOs
schnelle Hüllkurven
einfache Bedienung
sehr gute Verarbeitung
internes Netzteil
CONTRA
keine CV-Anbindung
hoher Preis (Dollarkurs)
Test: Dave Smith Instruments Prophet 12, Hybrid Synthesizer
Mein Fazit
Alles in Allem betrachtet erscheint der Dave Smith Instruments Prophet 12 als ziemlich gut ausgestatteter Synthesizer und ist, bis auf die genannten Mankos, zeitgemäß. Sämtliche Parameter lassen sich via Midi oder USB aufzeichnen oder ausgeben. Auch die Verarbeitung ist gut und auch die anschlagdynamische Tastatur mit Aftertouch lässt sich gut spielen.
Der Klang des neuen Propheten ist sehr edel und druckvoll. Damit dürfte Dave Smith erneut den Zeitgeist getroffen haben. Besonderes Lob gibt es für die leicht durchschaubare und logisch aufgebaute Struktur zur Erstellung eigener Klänge. Hier hat man ordentlich Drehregler und sonstige direkte Eingriffsmöglichkeiten. Ganz froh bin auch über die echten Potentiometer, denn das Encoder-Problem bei DSI-Synthesizern ist ja hinlänglich bekannt. Die einzig verbauten Encoder befinden sich oberhalb des Displays für die Auswahl der dort einzustellenden Parameter. Ob der Synthesizer bei einem derzeitigen Preis von knapp 2700,- Euro ein Verkaufsschlager wird zeigt die Zukunft.
Der Dave Smith Instruments Prophet 12 ist durchaus eine Bereicherung im Synthesizermarkt, aber die Speerspitze stellt er nicht dar. Mag sein, dass die Aussage von Dave Smith, dies sei der bislang beste Synthesizer, den er entwickelt habe, zutreffend ist. Aber andere Mütter (hier Väter) haben auch schöne Töchter. Der hauseigene Poly-Evolver wäre für mich auch ein interessanter Kanditat, wenngleich er nur 4 stimmig ist und auch sonst auf einige Features des Dave Smith Instruments Prophet 12 verzichten muss. Für den Preis gibt´s aber auch einen gebrauchten Alesis Andromeda, der klanglich dem Dave Smith Instruments Prophet 12 überlegen ist, denn im Zuge meines Tests konnte ich das an meinen Andromeda nachvollziehen. Ein derzeit aktueller Mitberwerber ist der Radikal Technologies Spectralis 2, der ebenso über 2 analoge Filter verfügt, preislich attraktiver ist und noch einiges mehr zu bieten hat. Auch der Accelerator aus gleichem Hause ist ein Hybrid-Synthesizer und stellt ebenso Konkurrenz für den amerikanischen Dave Smith Instruments Prophet 12 dar.
Ergo bleibt eigentlich alles beim alten… es gibt immer noch keinen wirklichen Analog-Saurier, der diese geliebte Fülle und Wärme im Klang hat und zudem auch noch gut ausgestattet ist und das alte Equipment ersetzen kann. Das werden wir alten Hasen der Analog-Ära wohl nie wieder erleben. Was habe ich mir damals mit gerade mal 13 Jahren die Nase an der Schaufensterscheibe plattgedrückt, als der Roland Jupiter 8 im Laden stand. 4 Jahre später konnte ich mir dann endlich zumindest einen Roland Juno 60 kaufen, für dessen Kaufpreis ich hart arbeiten musste. Aufgrund des hohen Alters vieler meiner Synthesizer kommen manchmal Bedenken hinsichtlich einer eventuell anfallenden Reparatur und den damit verbundenen Kosten. So habe ich schon überlegt, ob ein Prophet 12 den ein oder anderen Synth ersetzen kann. Das schaffte er allerdings nicht und ich habe nach langer Überlegung den Prophet 12 zurückgeschickt. Und geweint habe ich deshalb nicht.
Die Technik entwickelt sich weiter, Bauteile werden kleiner (SMD) und auch die Toleranz derer Werte ist wesentlich geringer als noch vor 30 Jahren. Das Bestreben der Industrie ist ja uns Verbraucher mit immer perfekterem Sound zu überraschen. Geglättete Frequenzgänge, völlige Rauschfreiheit und so weiter. Ob das unserem Hörempfinden zuträglich ist, wage ich immer noch bezweifeln. Denn warum sonst versucht man auf digitaler Ebene analoge Schaltkreise zu simulieren, wie beispielsweise komplette Channel-Strips von teuren Analog-Konsolen, Bandsättigung durch virtuelle Bandmaschinen oder die Simulation diverser Outboard-Geräte aus den 50er und 60er Jahren. Schon irgendwie komisch, dieses digitale Zeitalter.
PRO
hervorragende Soundqualität
gutes Konzept analog und digital
sehr gute interne Effekte
sehr gut klingendes Filter
schnelle LFOs
schnelle Hüllkurven
einfache Bedienung
sehr gute Verarbeitung
internes Netzteil
CONTRA
keine CV-Anbindung
hoher Preis (Dollarkurs)
Testergebnis
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