Da steht er nun, ein 17kg schweres Monster mit dem berühmten Schriftzug JUPITER. Selten habe ich mich derart über das Design eines Synthesizers gefreut, denn der Jupiter X sieht tatsächlich aus wie ein Roland Jupiter 8, gerade portiert aus der Zukunft.
KONZEPT
Damit wären wir schon beim ersten Eindruck. Alles Metall, Seitenteile aus silbernem Aluminium und eine klasse 61er Tastatur. Beeindruckend ist auch die Größe: 109cm lang und fast 45cm tief…ein gewaltiger Eindruck. Alle Fader und Potis fassen sich gut an und sind von solider Qualität.
Lediglich die Achse zur Aufnahme der Kappe ist bei den Schiebepotentiometern auch aus Kunststoff…beim Original waren diese noch aus Metall.
Ich möchte an dieser Stelle etwas zu den nun folgenden Zeilen sagen. Ich erspare mir bei diesem Test die Auflistung technischer Details, denn diese kann man bei Bedarf auf der Webseite des Herstellers nachlesen. Es geht mir vielmehr um den entstandenen Eindruck der ersten Tage des Roland Jupiter X in meinem Studio. Ich besaß in der Vergangenheit schon einige Roland Klassiker. Manche waren gebraucht gekauft, einen habe ich mir damals als Schüler hart erarbeitet und dann neu gekauft. Aus diesem Fundus sind nur noch zwei Geräte geblieben, ein Juno-106 und ein SH-101. Die anderen mussten, manchmal aus reiner Geldnot, wieder gehen.
Am meisten getroffen hat mich aber der Umstand, dass ich meinen 1999 erworbenen Jupiter 8 nicht mehr habe. Das Gerät war sozusagen ein Kellerfund und ich konnte ihn, etwas muffig riechend, als funktionsfähigen Synthesizer erwerben. Er war auch lange nicht so teuer wie heute. Leider erwies sich der Jupiter 8 nach einiger Zeit als Geldvernichtungsmaschine. Erst war es das Netzteil, welches so heiß wurde, dass man darauf ein Steak hätte braten können. Dann kamen viele andere technische Unzulänglichkeiten dazu, welche stets mit langen und teuren Werkstattaufenthalten verbunden waren. Irgendwann blieb er dann für immer stumm, war leider nur noch schön anzusehen. Eine Fehlersuche hätte derart den Rahmen gesprengt, so entschied ich mich ihn als Ersatzteillager zu verkaufen. Vermutlich hatte die Feuchtigkeit im damaligen Keller den Bauteilen des Synthesizers den Rest gegeben. Der Vorbesitzer hatte ihn sehr wahrscheinlich, noch leicht feucht, eingeschaltet und damit das Schicksal besiegelt.
Nun gut, jetzt steht der Roland Jupiter X vor mir und kann den Beweis antreten, inwieweit die neue ZEN-Core Maschine einen Roland Jupiter 8 nachbildet.
Nach dem Einschalten ist der Roland Jupiter X innerhalb weniger Sekunden betriebsbereit und es erscheint im linken grafikfähigen blauen Display der Name des aktuellen Sounds, die Betriebstemperatur, sowie grafisch dargestellt die Hüllkurve und der LFO. Das mittig angeordnete Display zeigt, wie beim Jupiter 8, lediglich Zahlenwerte an.
Nun kann es losgehen…ich will den Roland Jupiter X hören. Also schlage ich die ersten Tasten an und lausche, mein Monitorcontroller ist recht weit aufgedreht, den ersten Tönen. Mein erster Gedanke: viel Effekt in dem gewählten Patch, aber klingt ziemlich gut. Nächstes Patch ausgewählt…ein Padsound. Tatsächlich klang es verdächtig nach meinem verblichenen Jupiter 8. Wieder waren viele Effekte zu hören. Das habe ich dann sofort geändert, weil ich den puren Sound der ZEN-CORE Engine hören wollte. Also werfe ich einen Blick in die deutsche Bedienungsanleitung, welche mir als PDF vorliegt, und suche nach der Möglichkeit die Effekte global zu deaktivieren. Leider Fehlanzeige, ich muss bei jedem Sound die Effekte manuell abschalten. Zum Glück wurde jedem davon ein beleuchteter Schalter spendiert.
Jetzt freue ich mich auf den puren Klanggenuss…halt, da klingt irgendetwas doppelt. Midischleife, weil Masterkeyboard?
Aha, im Systemmenü befindet sich der Punkt LOCAL ON/OFF.
Jetzt aber… und tatsächlich ertönt da etwas, was mir doch sehr bekannt vorkommt. Der gewählte Padsound klingt in den unteren Oktaven unglaublich dick und rund. Die höheren Lagen überzeugen mit einer angenehmen Brillianz; alles ohne Rauschen.
Nächstes Klangprogramm: Wieder unverkennbar ein Roland Jupiter. Ich bin aber immer noch ungläubig, inwieweit der Roland Jupiter X meinen alten Jupiter 8 eventuell ersetzen kann.
Also habe ich sämtliche Programme angespielt und muss an dieser Stelle bereits verkünden, dass ich derart überrascht war, wie gut dieser Synthesizer klingt.
Beim Durchhören aller Soundprogramme habe ich stets alle Effekte ausgeschaltet. Wenn diese wirklich gut klingenden Effekte noch dazugeschaltet werden, dann erklingt der Roland Jupiter X derart voluminös, das es einem die Sprache verschlägt.
Und wenn man dann noch die Möglichkeit nutzt, mehre Programme zu layern, bei permanent 8 Stimmen pro Part ( 32 Stimmen insgesamt, wenn z.B. vier Jupiter 8 Parts gleichzeitig aktiv sind) kein Problem, dann entstehen Klangvariationen…!
Die Jupiter 8 Emulation hat mich definitiv voll überzeugt.
Der Roland Jupiter X vereint in sich gleich mehrere Emulationen bekannter Roland Synthesizerklassiker. Da wäre noch der Roland Juno 106, der Roland SH-101, der Roland JX-8P und als digitaler Klassiker der JV 5080 und zu guter letzt die Pianoemulation Roland RD.
Damit aber nicht genug; es sind auch noch sämtliche Roland Klopfgeister, wie Roland TR-808, Roland TR-909, Roland CR-78 und mehr implementiert.
Damit wird der Roland Jupiter X fast zur ultimativen Workstation.
EMULATION DES ROLAND JUNO 106
An dieser Stelle möchte ich natürlich wissen, wie denn die Rekonstruktion des Roland Juno-106 klingt.
Denn diesen besitze ich noch als Original; sogar mit allen funktionsfähigen 6 Stimmen.
Auch da habe ich alle Effekte ausgeschaltet, lediglich der Chorus wurde hin und wieder aktiviert.
Alle, die den Roland Juno-106 kennen, wissen um den sehr gut klingenden, aber auch rauschenden, Chorus. Auch hat der Juno-106 einen eigenständigen Klangcharakter und unterscheidet sich daher deutlich von einem Roland Jupiter 8.
Tatsächlich ist es Roland gelungen diesen Charakter wiederzugeben, deutlich besser als die beiden Boutique-Synthesizer aus gleichem Hause.
Die unteren Lagen klingen druckvoll und auch der leicht nasale Mittenbereich wird hervorragend emuliert. Nun schalte ich den Chorus hinzu…sofort klingt es eindeutig nach Juno 106. Lediglich das im Stereopanorama hin und her wandernde Rauschen des Originals habe ich echt vermisst. Doch dies hat Roland tatsächlich emuliert. Unter den Einstellungen der Effekte im Menü lässt sich der Juno 106 Chorus aktivieren und es gibt eine Regelmöglichkeit für die Intensität des Rauschens. Wunderbar…
Ich bin positiv überrascht, wie gut die Emulation der ZEN-CORE Engine als Juno-106 klingt.
EMULATION DES ROLAND SH-101
Nun zum kleinen, aber feinen Roland SH-101, welchen ich auch als Original besitze. Auch da möchte ich einen Vergleich anstellen. Ich habe derzeit an meinem SH-101 einen Bass eingestellt, welcher ein wenig nach dem berühmten „Solid Bass“ aus dem Yamaha Modul FB-01 klingt.
Ich habe am Roland Jupiter X ein „Init Patch“ gewählt und alle Einstellungen des Originals auf den Synthesizer übertragen. Irgendwie klingt er aber völlig anders.
Also weiter an den Einstellungen justiert, aber es stellt sich kein Erfolg ein. Der Jupiter X klingt nicht nach meinem SH-101.
Klingt mein SH-101 vielleicht nicht, wie es sein soll? Doch, tut er. Das selbe Problem hatte ich mit der Plugout -Version beim System 1M auch. Irgendwie war es nicht möglich die Klangeigenschaften meines SH-101 herzustellen. Schade, dass auch die „neue“ Zen-Core Engine an dieser Stelle scheitert. Ich weiß wirklich nicht, warum Roland die Emulation des SH-101 nicht hinbekommt.
Dennoch, der Jupiter X klingt bei der Emulation des SH-101 druckvoll und sauber. Man kann es verschmerzen, dass er nicht genau wie das Original klingt und manchen wird es überhaupt nicht auffallen, weil es keinen Vergleich gibt.
EMULATION DES ROLAND JX-8P
Jetzt ist die Nachbildung des Roland JX-8P an der Reihe. Ein guter Bekannter besitzt das Original mit dem Programmer PG-800.
Der JX-8P hat einen ähnlichen Klangcharakter wie der Juno-106, leicht nasal, sehr warm und im Höhenbereich etwas zurückhaltend. Auf jeden Fall ein aus meiner Sicht zu Unrecht unterschätzter Synthesizer. Ich mag seinen Sound, allerdings nicht die Programmierbarkeit. Wer Sounddiving beim JX-8P betreiben möchte, sollte unbedingt den Programmer PG-800 dazu erwerben oder zumindest einen Softwareeditor.
Ich war schon beim ersten Patch überrascht, wie sehr der Jupiter X nach einem JX-8P klingt. Also weiter durchhören und was soll ich sagen. Es ist erstaunlich, wie gut diese Nachbildung gelungen ist. Jedes gewählte Programm klingt überzeugend.
Hinzu kommt noch, dass die Oberfläche des Roland Jupiter X alle relevanten Parameter im direkten Zugriff bietet, quasi der Ersatz für den Programmer PG-800. Sehr fein, jetzt habe ich auch einen JX-8P.
EMULATION DES ROLAND JV 5080
Die Emulation des Roland JV 5080 basiert auf Samples, wie auch beim Vorbild.
Insgesamt stehen hier 1000 Programme von den 4000 zur Auswahl und es überrascht nicht sonderlich, dass mir viele Sounds bekannt vorkommen, weil diese nämlich schon in meinem Roland JV-1080 zum Einsatz kamen. Hier möchte ich keinen Vergleich zum Vorbild anstellen.
Ich vertrete die Auffassung, dass diese Klänge ein nette Zugabe darstellen. Auch gefällt mir, dass mir nun wieder einige Sounds aus meinen JV-1080 zur Verfügung stehen. Die Klangqualität ist gewohnt hervorragend. Jedoch muss auch erwähnt sein, dass viele dieser Klangprogramme (Samples) schon wirklich altbacken sind. Wer braucht einen Helikopter, ein Gewehr oder Vogelgezwitscher? Hier hätte Roland ein wenig kreativer sein können.
EMULATION DES ROLAND RD PIANO
Kurzfassung: es sind lediglich 5 verschiedene Klaviermodelle vorhanden, die sich auch irgendwie kaum voneinander unterscheiden. Das hätte sich Roland, meiner Meinung nach, sparen können.
Pianos interessieren mich bei einem Synthesizer auch nicht sonderlich…Punkt.
Die Filter-Emulationen
Über die 3 verschiedenen Filtermodelle möchte ich auch noch etwas schreiben. Im Filterbereich des Roland Jupiter X findet man drei Buttons mit der Bezeichnung R,M und S. Was bedeutet das? Es sind damit die folgenden Modelle gemeint: R für Roland, M für Moog Ladder Filter und S für Sequential Circuits. Und alle drei Filter klingen unterschiedlich und gleichzeitig auch richtig gut. Dazu verweise ich gerne auf das Hörbeispiel.
Mein Fazit
Als ich den Roland Jupiter X in mehreren Videos gesehen habe, stellte sich sofort aufgrund der Assoziation zum Roland Jupiter 8 ein Willhaben-Gefühl ein.
Und tatsächlich ist die Verarbeitung des Gerätes hervorragend. Die Tastatur spielt sich unglaublich gut und vermittelt ebenso hohe Qualität. Auch das Design kann überzeugen. Alles ist übersichtlich und gut erreichbar. Lediglich die bunt beleuchteten Taster aus der AIRA-Serie passen nicht ganz so gut ins Bild. Letztlich entscheidend sind jedoch die klanglichen Eigenschaften, sowie die technischen Möglichkeiten.
Es mag wenig überraschen, dass der Roland Jupiter X bei mir eingezogen ist. Warum?
Zum einen ist es der Klangcharakter, welcher mir so gut gefällt und zweitens sind es die enormen Möglichkeiten. Der Roland Jupiter X ist schon fast eine Workstation, womit es durchaus möglich ist einen kompletten Song zu produzieren. Tatsächlich ist es Roland gelungen eine sehr gute Emulation des Jupiter 8 entwickelt zu haben. Der direkte Zugriff aller wichtigen Parameter ist gegeben, was ja beim Roland Jupiter 80 nicht der Fall war.
Endlich hat auch Roland dazugelernt, wenngleich dennoch eine Menge Luft nach oben ist.
Gut, es gibt beim Modell SH-101 ein Defizit hinsichtlich der Originaltreue, dennoch klingt dieser Part gut und macht Spaß.
Es sind aber auch negative Dinge aufgefallen. Zum Beispiel die Tatsache, dass nach jedem erneuten Einschalten das zuletzt eingestellte Programm weg ist. Hier wird stets das erste Programm ausgewählt. Das mag ich überhaupt nicht. Es ist zwar möglich über das System ein favorisiertes Klangprogramm fest einzustellen, das ist allerdings viel zu umständlich.
Auch bei der Verarbeitung gibt es, zumindest bei meinem Gerät, Anlass zur Klage. Die lackierte Oberfläche ist an vielen Stellen übersäht mit Staubeinschlüssen vom Lackieren. Bei dem Preis darf das nicht passieren.
Der I-Arpeggiator ist irgendwie noch nicht ganz ausgereift, denn er macht oft Dinge, die nicht passen und auch nicht nachvollziehbar sind. Die KI kann man zum Glück aber abschalten.
Thema Bedienungsanleitung: Früher gab es dicke Handbücher, bei meinem Roland JD-800 sind sogar zwei dabei. Heute gibt es nur noch rudimentäre Anleitungen. Was denken sich die Hersteller dabei? Und das bei einem Preis von 2500,- Euro?
Stattdessen soll ich mir Youtube reinziehen und ein Tutorial nach dem nächsten schauen?
Nee, gefällt mir überhaupt nicht.
Auch über die Größe des Displays auf der linken Seite kann man streiten. Bei der Preislage hätte es durchaus etwas größer ausfallen können. Stattdessen hätte Roland auf die verbauten, wirklich schlecht klingenden, Minispeaker verzichten sollen. Die finde ich bei einem solchen Gerät mehr als überflüssig.
Richtig coole Features sind folgende: Man kann den Jupiter X künstlich altern lassen. Diese Funktion ist über das Systemmenü erreichbar und heißt AGING. Dort kann ich den Synthesizer sogar 100 Jahre alt machen. Tatsächlich ändert sich der Klangcharakter, weil dann eine leichte Stimmverschiebung stattfindet. Diese ist abhängig von der internen Temperatur. Richtig gut.
Die doch sehr aufdringliche Beleuchtung lässt sich zum Glück dauerhaft dimmen.
Die Anschlussmöglichkeiten sind auch ausreichend, wenngleich ich hier den 3,5 mm Klinkenanschluss an der Front für den Kopfhörer bemängeln muss. Warum Roland, ist hier nicht der Standard 6,3mm verbaut? Stattdessen findet man diesen auf der Rückseite?!
Sehr fein ist auch die Bluetooth Funktion. Es werden Midi-Daten und Audio-Daten gesendet. Wer also von seinem Mobilgerät Musik zum Jupiter X streamen möchte, kann dies damit tun.
Die Effekte sind von erstklassiger Qualität und bereichern den Klang enorm. Jedoch ist es mir mangels Anleitung in den ersten Tagen noch nicht gelungen, wie z.B. die vier verschiedenen Chorus Modelle eingestellt werden. Diese werden bei Roland in den Spezifikationen nämlich erwähnt. Ein Nachtrag dazu: In der englischen Anleitung sind die Funktionen „etwas“ besser und ausführlicher beschrieben und ich habe auch die verschiedenen Chorus-Modelle gefunden. Beim Effekt MFX ist sogar ein im Stereopanorama wanderndes Rauschen zu hören. Ich bleibe dennoch bei meiner negativen Haltung zur Gestaltung der Anleitungen. Das können andere Hersteller deutlich besser.
Sehr schön klingt der Vocoder, aber auch hier sind bestimmt mehrere Einstellmöglichkeiten vorhanden. Nur wo? Auch hier in der deutschen Anleitung lediglich der Hinweis, wie man ihn einschaltet.
Insgesamt betrachtet ist der Roland Jupiter X ein sehr gut ausgestatteter und hervorragend klingender Synthesizer. Ich behaupte sogar, dass er besser als ein Roland Jupiter 8 klingt. Das dürfte nun viele Analogpuristen verwundern oder sogar ärgern, aber so ist meine Meinung dazu.
Ich hoffe, das sich mit künftigen Firmware-Updates (aktuell 1.21) noch einige Dinge verbessern werden.
Die neue ZEN-Core Soundengine verspricht da recht viel, jedoch wirklich „NEU“ ist sie nicht. Ich kann ehrlicherweise zur früheren ACB (z.B.System 8) und anderen keinen Unterschied hören.
Als Alternative aus eigenem Hause bietet sich noch der kleinere Jupiter XM (identische Klangerzeugung) an, sowie der FANTOM mit noch viel mehr Möglichkeiten.
HÖRBEISPIELE
Anmerkung: Beim Filtertest des Cutoff wurde bei vollständiger Öffnung des Filters die Resonanz mit 50% hinzugemischt. Die Klangbeispiele zum zweiten Filtertest erfolgten mit geschlossenem Filter. Alle Klangbeispiele wurden ohne die internen Effekte aufgezeichnet, mit Ausnahme der jeweils mit Effekt benannten Klänge und den letzten 12 Beispielen.
Filtervergleich Roland Moog Sequential -
Filtervergleich Cutoff Roland Moog Sequential -
Effekt Reverb only -
Effekt MFX only -
Effekt Delay only -
Effekt Chorus only -
Vocoder -
Roland SH-101 Bass -
Roland SH-101 Bass 2 -
Roland SH-101 Bass 3 -
Roland SH-101 Bass 4 -
Roland JX-8P Synth -
Roland JX-8P Pad -
Roland Jupiter 8 dry -
Jupiter, Juno, JX-8P Layer (3Parts) -
iArpeggio 01 -
iArpeggio 02 -
iArpeggio 03 -
iArpeggio 04 -
House Chord with internal FX -
House Chord 2 with internal FX -
Jupiter Pad with internal FX -
Jupiter Brass with internal FX -
Jupiter Pluck with internal FX -
Jupiter SawPad with internal FX -
Jupiter Low Brass with internal FX -
Jupiter Brass 2 with internal FX -
JX-8P Soundtrack with internal FX -
JX-8P Poly Brass with internal FX -
JX-8P Stringbrass with internal FX -
JV 5080 JX-8P Fantasia with internal FX -
Vergleich-JupiterX-Juno106-original-dry -
SDZ Solaris 1 -
SDZ Solaris 2 -
SDZ Spacepad -
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Test: Roland Jupiter X Zen Core Synthesizer
INHALTSVERZEICHNIS
Da steht er nun, ein 17kg schweres Monster mit dem berühmten Schriftzug JUPITER. Selten habe ich mich derart über das Design eines Synthesizers gefreut, denn der Jupiter X sieht tatsächlich aus wie ein Roland Jupiter 8, gerade portiert aus der Zukunft.
KONZEPT
Damit wären wir schon beim ersten Eindruck. Alles Metall, Seitenteile aus silbernem Aluminium und eine klasse 61er Tastatur. Beeindruckend ist auch die Größe: 109cm lang und fast 45cm tief…ein gewaltiger Eindruck. Alle Fader und Potis fassen sich gut an und sind von solider Qualität.
Lediglich die Achse zur Aufnahme der Kappe ist bei den Schiebepotentiometern auch aus Kunststoff…beim Original waren diese noch aus Metall.
Ich möchte an dieser Stelle etwas zu den nun folgenden Zeilen sagen. Ich erspare mir bei diesem Test die Auflistung technischer Details, denn diese kann man bei Bedarf auf der Webseite des Herstellers nachlesen. Es geht mir vielmehr um den entstandenen Eindruck der ersten Tage des Roland Jupiter X in meinem Studio. Ich besaß in der Vergangenheit schon einige Roland Klassiker. Manche waren gebraucht gekauft, einen habe ich mir damals als Schüler hart erarbeitet und dann neu gekauft. Aus diesem Fundus sind nur noch zwei Geräte geblieben, ein Juno-106 und ein SH-101. Die anderen mussten, manchmal aus reiner Geldnot, wieder gehen.
Am meisten getroffen hat mich aber der Umstand, dass ich meinen 1999 erworbenen Jupiter 8 nicht mehr habe. Das Gerät war sozusagen ein Kellerfund und ich konnte ihn, etwas muffig riechend, als funktionsfähigen Synthesizer erwerben. Er war auch lange nicht so teuer wie heute. Leider erwies sich der Jupiter 8 nach einiger Zeit als Geldvernichtungsmaschine. Erst war es das Netzteil, welches so heiß wurde, dass man darauf ein Steak hätte braten können. Dann kamen viele andere technische Unzulänglichkeiten dazu, welche stets mit langen und teuren Werkstattaufenthalten verbunden waren. Irgendwann blieb er dann für immer stumm, war leider nur noch schön anzusehen. Eine Fehlersuche hätte derart den Rahmen gesprengt, so entschied ich mich ihn als Ersatzteillager zu verkaufen. Vermutlich hatte die Feuchtigkeit im damaligen Keller den Bauteilen des Synthesizers den Rest gegeben. Der Vorbesitzer hatte ihn sehr wahrscheinlich, noch leicht feucht, eingeschaltet und damit das Schicksal besiegelt.
Nun gut, jetzt steht der Roland Jupiter X vor mir und kann den Beweis antreten, inwieweit die neue ZEN-Core Maschine einen Roland Jupiter 8 nachbildet.
Nach dem Einschalten ist der Roland Jupiter X innerhalb weniger Sekunden betriebsbereit und es erscheint im linken grafikfähigen blauen Display der Name des aktuellen Sounds, die Betriebstemperatur, sowie grafisch dargestellt die Hüllkurve und der LFO. Das mittig angeordnete Display zeigt, wie beim Jupiter 8, lediglich Zahlenwerte an.
Nun kann es losgehen…ich will den Roland Jupiter X hören. Also schlage ich die ersten Tasten an und lausche, mein Monitorcontroller ist recht weit aufgedreht, den ersten Tönen. Mein erster Gedanke: viel Effekt in dem gewählten Patch, aber klingt ziemlich gut. Nächstes Patch ausgewählt…ein Padsound. Tatsächlich klang es verdächtig nach meinem verblichenen Jupiter 8. Wieder waren viele Effekte zu hören. Das habe ich dann sofort geändert, weil ich den puren Sound der ZEN-CORE Engine hören wollte. Also werfe ich einen Blick in die deutsche Bedienungsanleitung, welche mir als PDF vorliegt, und suche nach der Möglichkeit die Effekte global zu deaktivieren. Leider Fehlanzeige, ich muss bei jedem Sound die Effekte manuell abschalten. Zum Glück wurde jedem davon ein beleuchteter Schalter spendiert.
Jetzt freue ich mich auf den puren Klanggenuss…halt, da klingt irgendetwas doppelt. Midischleife, weil Masterkeyboard?
Aha, im Systemmenü befindet sich der Punkt LOCAL ON/OFF.
Jetzt aber… und tatsächlich ertönt da etwas, was mir doch sehr bekannt vorkommt. Der gewählte Padsound klingt in den unteren Oktaven unglaublich dick und rund. Die höheren Lagen überzeugen mit einer angenehmen Brillianz; alles ohne Rauschen.
Nächstes Klangprogramm: Wieder unverkennbar ein Roland Jupiter. Ich bin aber immer noch ungläubig, inwieweit der Roland Jupiter X meinen alten Jupiter 8 eventuell ersetzen kann.
Also habe ich sämtliche Programme angespielt und muss an dieser Stelle bereits verkünden, dass ich derart überrascht war, wie gut dieser Synthesizer klingt.
Beim Durchhören aller Soundprogramme habe ich stets alle Effekte ausgeschaltet. Wenn diese wirklich gut klingenden Effekte noch dazugeschaltet werden, dann erklingt der Roland Jupiter X derart voluminös, das es einem die Sprache verschlägt.
Und wenn man dann noch die Möglichkeit nutzt, mehre Programme zu layern, bei permanent 8 Stimmen pro Part ( 32 Stimmen insgesamt, wenn z.B. vier Jupiter 8 Parts gleichzeitig aktiv sind) kein Problem, dann entstehen Klangvariationen…!
Die Jupiter 8 Emulation hat mich definitiv voll überzeugt.
Der Roland Jupiter X vereint in sich gleich mehrere Emulationen bekannter Roland Synthesizerklassiker. Da wäre noch der Roland Juno 106, der Roland SH-101, der Roland JX-8P und als digitaler Klassiker der JV 5080 und zu guter letzt die Pianoemulation Roland RD.
Damit aber nicht genug; es sind auch noch sämtliche Roland Klopfgeister, wie Roland TR-808, Roland TR-909, Roland CR-78 und mehr implementiert.
Damit wird der Roland Jupiter X fast zur ultimativen Workstation.
EMULATION DES ROLAND JUNO 106
An dieser Stelle möchte ich natürlich wissen, wie denn die Rekonstruktion des Roland Juno-106 klingt.
Denn diesen besitze ich noch als Original; sogar mit allen funktionsfähigen 6 Stimmen.
Auch da habe ich alle Effekte ausgeschaltet, lediglich der Chorus wurde hin und wieder aktiviert.
Alle, die den Roland Juno-106 kennen, wissen um den sehr gut klingenden, aber auch rauschenden, Chorus. Auch hat der Juno-106 einen eigenständigen Klangcharakter und unterscheidet sich daher deutlich von einem Roland Jupiter 8.
Tatsächlich ist es Roland gelungen diesen Charakter wiederzugeben, deutlich besser als die beiden Boutique-Synthesizer aus gleichem Hause.
Die unteren Lagen klingen druckvoll und auch der leicht nasale Mittenbereich wird hervorragend emuliert. Nun schalte ich den Chorus hinzu…sofort klingt es eindeutig nach Juno 106. Lediglich das im Stereopanorama hin und her wandernde Rauschen des Originals habe ich echt vermisst. Doch dies hat Roland tatsächlich emuliert. Unter den Einstellungen der Effekte im Menü lässt sich der Juno 106 Chorus aktivieren und es gibt eine Regelmöglichkeit für die Intensität des Rauschens. Wunderbar…
Ich bin positiv überrascht, wie gut die Emulation der ZEN-CORE Engine als Juno-106 klingt.
EMULATION DES ROLAND SH-101
Nun zum kleinen, aber feinen Roland SH-101, welchen ich auch als Original besitze. Auch da möchte ich einen Vergleich anstellen. Ich habe derzeit an meinem SH-101 einen Bass eingestellt, welcher ein wenig nach dem berühmten „Solid Bass“ aus dem Yamaha Modul FB-01 klingt.
Ich habe am Roland Jupiter X ein „Init Patch“ gewählt und alle Einstellungen des Originals auf den Synthesizer übertragen. Irgendwie klingt er aber völlig anders.
Also weiter an den Einstellungen justiert, aber es stellt sich kein Erfolg ein. Der Jupiter X klingt nicht nach meinem SH-101.
Klingt mein SH-101 vielleicht nicht, wie es sein soll? Doch, tut er. Das selbe Problem hatte ich mit der Plugout -Version beim System 1M auch. Irgendwie war es nicht möglich die Klangeigenschaften meines SH-101 herzustellen. Schade, dass auch die „neue“ Zen-Core Engine an dieser Stelle scheitert. Ich weiß wirklich nicht, warum Roland die Emulation des SH-101 nicht hinbekommt.
Dennoch, der Jupiter X klingt bei der Emulation des SH-101 druckvoll und sauber. Man kann es verschmerzen, dass er nicht genau wie das Original klingt und manchen wird es überhaupt nicht auffallen, weil es keinen Vergleich gibt.
EMULATION DES ROLAND JX-8P
Jetzt ist die Nachbildung des Roland JX-8P an der Reihe. Ein guter Bekannter besitzt das Original mit dem Programmer PG-800.
Der JX-8P hat einen ähnlichen Klangcharakter wie der Juno-106, leicht nasal, sehr warm und im Höhenbereich etwas zurückhaltend. Auf jeden Fall ein aus meiner Sicht zu Unrecht unterschätzter Synthesizer. Ich mag seinen Sound, allerdings nicht die Programmierbarkeit. Wer Sounddiving beim JX-8P betreiben möchte, sollte unbedingt den Programmer PG-800 dazu erwerben oder zumindest einen Softwareeditor.
Ich war schon beim ersten Patch überrascht, wie sehr der Jupiter X nach einem JX-8P klingt. Also weiter durchhören und was soll ich sagen. Es ist erstaunlich, wie gut diese Nachbildung gelungen ist. Jedes gewählte Programm klingt überzeugend.
Hinzu kommt noch, dass die Oberfläche des Roland Jupiter X alle relevanten Parameter im direkten Zugriff bietet, quasi der Ersatz für den Programmer PG-800. Sehr fein, jetzt habe ich auch einen JX-8P.
EMULATION DES ROLAND JV 5080
Die Emulation des Roland JV 5080 basiert auf Samples, wie auch beim Vorbild.
Insgesamt stehen hier 1000 Programme von den 4000 zur Auswahl und es überrascht nicht sonderlich, dass mir viele Sounds bekannt vorkommen, weil diese nämlich schon in meinem Roland JV-1080 zum Einsatz kamen. Hier möchte ich keinen Vergleich zum Vorbild anstellen.
Ich vertrete die Auffassung, dass diese Klänge ein nette Zugabe darstellen. Auch gefällt mir, dass mir nun wieder einige Sounds aus meinen JV-1080 zur Verfügung stehen. Die Klangqualität ist gewohnt hervorragend. Jedoch muss auch erwähnt sein, dass viele dieser Klangprogramme (Samples) schon wirklich altbacken sind. Wer braucht einen Helikopter, ein Gewehr oder Vogelgezwitscher? Hier hätte Roland ein wenig kreativer sein können.
EMULATION DES ROLAND RD PIANO
Kurzfassung: es sind lediglich 5 verschiedene Klaviermodelle vorhanden, die sich auch irgendwie kaum voneinander unterscheiden. Das hätte sich Roland, meiner Meinung nach, sparen können.
Pianos interessieren mich bei einem Synthesizer auch nicht sonderlich…Punkt.
Die Filter-Emulationen
Über die 3 verschiedenen Filtermodelle möchte ich auch noch etwas schreiben. Im Filterbereich des Roland Jupiter X findet man drei Buttons mit der Bezeichnung R,M und S. Was bedeutet das? Es sind damit die folgenden Modelle gemeint: R für Roland, M für Moog Ladder Filter und S für Sequential Circuits. Und alle drei Filter klingen unterschiedlich und gleichzeitig auch richtig gut. Dazu verweise ich gerne auf das Hörbeispiel.
Mein Fazit
Als ich den Roland Jupiter X in mehreren Videos gesehen habe, stellte sich sofort aufgrund der Assoziation zum Roland Jupiter 8 ein Willhaben-Gefühl ein.
Und tatsächlich ist die Verarbeitung des Gerätes hervorragend. Die Tastatur spielt sich unglaublich gut und vermittelt ebenso hohe Qualität. Auch das Design kann überzeugen. Alles ist übersichtlich und gut erreichbar. Lediglich die bunt beleuchteten Taster aus der AIRA-Serie passen nicht ganz so gut ins Bild. Letztlich entscheidend sind jedoch die klanglichen Eigenschaften, sowie die technischen Möglichkeiten.
Es mag wenig überraschen, dass der Roland Jupiter X bei mir eingezogen ist. Warum?
Zum einen ist es der Klangcharakter, welcher mir so gut gefällt und zweitens sind es die enormen Möglichkeiten. Der Roland Jupiter X ist schon fast eine Workstation, womit es durchaus möglich ist einen kompletten Song zu produzieren. Tatsächlich ist es Roland gelungen eine sehr gute Emulation des Jupiter 8 entwickelt zu haben. Der direkte Zugriff aller wichtigen Parameter ist gegeben, was ja beim Roland Jupiter 80 nicht der Fall war.
Endlich hat auch Roland dazugelernt, wenngleich dennoch eine Menge Luft nach oben ist.
Gut, es gibt beim Modell SH-101 ein Defizit hinsichtlich der Originaltreue, dennoch klingt dieser Part gut und macht Spaß.
Es sind aber auch negative Dinge aufgefallen. Zum Beispiel die Tatsache, dass nach jedem erneuten Einschalten das zuletzt eingestellte Programm weg ist. Hier wird stets das erste Programm ausgewählt. Das mag ich überhaupt nicht. Es ist zwar möglich über das System ein favorisiertes Klangprogramm fest einzustellen, das ist allerdings viel zu umständlich.
Auch bei der Verarbeitung gibt es, zumindest bei meinem Gerät, Anlass zur Klage. Die lackierte Oberfläche ist an vielen Stellen übersäht mit Staubeinschlüssen vom Lackieren. Bei dem Preis darf das nicht passieren.
Der I-Arpeggiator ist irgendwie noch nicht ganz ausgereift, denn er macht oft Dinge, die nicht passen und auch nicht nachvollziehbar sind. Die KI kann man zum Glück aber abschalten.
Thema Bedienungsanleitung: Früher gab es dicke Handbücher, bei meinem Roland JD-800 sind sogar zwei dabei. Heute gibt es nur noch rudimentäre Anleitungen. Was denken sich die Hersteller dabei? Und das bei einem Preis von 2500,- Euro?
Stattdessen soll ich mir Youtube reinziehen und ein Tutorial nach dem nächsten schauen?
Nee, gefällt mir überhaupt nicht.
Auch über die Größe des Displays auf der linken Seite kann man streiten. Bei der Preislage hätte es durchaus etwas größer ausfallen können. Stattdessen hätte Roland auf die verbauten, wirklich schlecht klingenden, Minispeaker verzichten sollen. Die finde ich bei einem solchen Gerät mehr als überflüssig.
Richtig coole Features sind folgende: Man kann den Jupiter X künstlich altern lassen. Diese Funktion ist über das Systemmenü erreichbar und heißt AGING. Dort kann ich den Synthesizer sogar 100 Jahre alt machen. Tatsächlich ändert sich der Klangcharakter, weil dann eine leichte Stimmverschiebung stattfindet. Diese ist abhängig von der internen Temperatur. Richtig gut.
Die doch sehr aufdringliche Beleuchtung lässt sich zum Glück dauerhaft dimmen.
Die Anschlussmöglichkeiten sind auch ausreichend, wenngleich ich hier den 3,5 mm Klinkenanschluss an der Front für den Kopfhörer bemängeln muss. Warum Roland, ist hier nicht der Standard 6,3mm verbaut? Stattdessen findet man diesen auf der Rückseite?!
Sehr fein ist auch die Bluetooth Funktion. Es werden Midi-Daten und Audio-Daten gesendet. Wer also von seinem Mobilgerät Musik zum Jupiter X streamen möchte, kann dies damit tun.
Die Effekte sind von erstklassiger Qualität und bereichern den Klang enorm. Jedoch ist es mir mangels Anleitung in den ersten Tagen noch nicht gelungen, wie z.B. die vier verschiedenen Chorus Modelle eingestellt werden. Diese werden bei Roland in den Spezifikationen nämlich erwähnt. Ein Nachtrag dazu: In der englischen Anleitung sind die Funktionen „etwas“ besser und ausführlicher beschrieben und ich habe auch die verschiedenen Chorus-Modelle gefunden. Beim Effekt MFX ist sogar ein im Stereopanorama wanderndes Rauschen zu hören. Ich bleibe dennoch bei meiner negativen Haltung zur Gestaltung der Anleitungen. Das können andere Hersteller deutlich besser.
Sehr schön klingt der Vocoder, aber auch hier sind bestimmt mehrere Einstellmöglichkeiten vorhanden. Nur wo? Auch hier in der deutschen Anleitung lediglich der Hinweis, wie man ihn einschaltet.
Insgesamt betrachtet ist der Roland Jupiter X ein sehr gut ausgestatteter und hervorragend klingender Synthesizer. Ich behaupte sogar, dass er besser als ein Roland Jupiter 8 klingt. Das dürfte nun viele Analogpuristen verwundern oder sogar ärgern, aber so ist meine Meinung dazu.
Ich hoffe, das sich mit künftigen Firmware-Updates (aktuell 1.21) noch einige Dinge verbessern werden.
Die neue ZEN-Core Soundengine verspricht da recht viel, jedoch wirklich „NEU“ ist sie nicht. Ich kann ehrlicherweise zur früheren ACB (z.B.System 8) und anderen keinen Unterschied hören.
Als Alternative aus eigenem Hause bietet sich noch der kleinere Jupiter XM (identische Klangerzeugung) an, sowie der FANTOM mit noch viel mehr Möglichkeiten.
HÖRBEISPIELE
Anmerkung: Beim Filtertest des Cutoff wurde bei vollständiger Öffnung des Filters die Resonanz mit 50% hinzugemischt. Die Klangbeispiele zum zweiten Filtertest erfolgten mit geschlossenem Filter. Alle Klangbeispiele wurden ohne die internen Effekte aufgezeichnet, mit Ausnahme der jeweils mit Effekt benannten Klänge und den letzten 12 Beispielen.